Monika Sadeghi's Blog


Hunde im Winter scheren – ja oder nein??

Gottlob hat ja gerade erst der Frühling angefangen, also ist die Entscheidung, ob ich meinen Hund im Winter scheren lassen soll oder nicht, noch weit entfernt.

Aber gerade jetzt machen sich die Probleme, die auf Hunde und Halter und auch auf die Hundefrisörin zukommen, bemerkbar.

Jedes Jahr und immer wieder kommen Hundehalter zu mir, die ihren Hund über den Winter haben zuwachsen lassen. Was im Einzelfall ja auch nicht weiter schlimm ist, wenn a) der Hund es sich gefallen lässt, gebürstet zu werden und b) wenn man in der Lage ist, dies auch richtig zu tun, in der Mehrheit jedoch ist der Hund voller Knoten und Verfilzungen. Dann hilft nur noch rausschneiden, rausschneiden, rausschneiden. Das ist mitunter eine Qual für den Hund und alle daran Beteiligten.

Die meisten Hundehalter, die zu mir kommen, denken: Schermaschine raus und abscheren. Das geht aber nicht, denn will man massive Filzknoten, die direkt auf der Haut sitzen, scheren, dann geht es nur radikal: nämlich fast nackt scheren. Nimmt man nämlich einen Scherkopf, der das Haar länger lässt (vielleicht ca. 12 mm), dann verhakt dieser sich und kommt nicht durch den Filzknoten durch. Also geht es nur nach der Methode: Filzknoten einschneiden und rausbürsten – Stück für Stück. Danach kann man die Schermaschine anwenden und anschließend das Haar mit der Schere modellieren. Das kostet Zeit und Kraft – letztendlich auch Geld, denn dafür muss der Hundehalter schon mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Wem es nicht auf das Geld ankommt, dem sollte es vielleicht doch auf den Hund ankommen, denn der findet die Prozedur sicherlich auch nicht so besonders angenehm.

Was also tun??

Meine Empfehlung ist: Lassen Sie Ihren Liebling auch im Winter durchgängig schneiden oder scheren. Bei einer Schur von zum Beispiel 12 mm Länge friert ihr Hund nicht! Im Gegenteil: Lange Haare, die nass werden, stören nur und machen anfälliger.

Ich habe eine Kundin, die unter anderen einen 16jährigen Malteser besitzt. Diesen lässt sie Sommer wie Winter kurz scheren. Erst seit er 15 Jahre alt ist, bekommt er zum Schutz im Winter einen Mantel an, egal, ob er gerade frisch geschoren ist oder längeres Fell hat.

Dies sind auch die einzigen Ausnahmen:

Alte und/oder kranke Hunde, die einen erhöhten Wärmebedarf haben, können ebenfalls kurz geschoren werden, sollten jedoch bei klirrender Kälte einen Mantel tragen. Bei Hunden, die gesund und/oder jung sind, ist dies nicht nötig. Doggen, Dobermänner, Rottweiler und viele andere Hunde tragen ihr Fell immer kurz, sie müssten also im Winter immer frieren – tun sie aber nicht!

Fragen Sie ruhig den Tierarzt Ihres Vertrauens danach: Er wird meine Ausführungen bestätigen.

Natürlich gibt es immer wieder Hunde, die zittern, aber beobachten Sie Ihren Hund genau: Zittert er vor Kälte oder aus anderen Gründen. Es gibt nämlich einige Ursachen dafür, die nichts mit Kälte zu tun haben. Eines sollten Sie jedoch nie tun: Im Winter, wenn Ihr Hund nass geworden ist, irgendwo minutenlang stehen bleiben oder ihn im Auto parken, das ist genauso wenig gesundheitsförderlich wie ihn im Sommer im Auto zu lassen.

Lassen Sie sich einfach diese Anmerkungen einmal durch den Kopf gehen. Manchmal ist weniger mehr.

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Der „Löwenhund“ Shih Tzu

Die Rasse Shih Tzu ist sehr alt. Schon im 7. Jahrhundert wurden diese Hunde in den Klöstern Tibets gehalten. Dabei war es für die Mönche wichtig, dass diese bezaubernden Hunde kleinen Löwen ähnelten, denn es steht geschrieben, dass auch Buddha einen Hund besaß, der sich in einen Löwen verwandeln konnte. Dafür steht auch ihre Rassebezeichnung, denn das chinesische Shizi gou heißt wörtlich übersetzt „Löwenhund“. Das feine Gehör der kleinen Löwen war legendär, so durften sie sich in den Tempelanlagen frei bewegen und sorgten bei Gefahr mit lautem Bellen dafür, dass ihre Menschen alarmiert waren.

Ins Kaiserreich China gelangten die kleinen Kobolde dann im 17. Jahrhundert, wo sie schnell zur favorisierten Hunderasse des Palastes wurden. Im 20. Jahrhundert und mit der kommunistischen Machtübernahme wurde die Zucht dann jedoch beendet. Zum Glück nahmen sich europäische und amerikanische Züchter dieser Rasse an und führten die Zucht erfolgreich fort.

Der Standard

Wenn der Shih Tzu seinen Körper in Spannung hält und sein Köpfchen und seine Nase ein wenig nach oben reckt, dann kann man den Eindruck gewinnen, dass man es mit einem kleinen arroganten Angeber zu tun hat. Das ist gewollt und sieht außerdem überaus putzig aus. Bei dieser Körperhaltung kann man sich eigentlich nur in diese Wollknäuel verlieben. Als robuster Hund hat er eine hohe Lebenserwartung von nicht selten 16 und mehr Jahren. Der Shih Tzu sollte stark behaart sein. Sein Gewicht von 5 bis 8 kg und seine Größe von ca. 25-27 cm machen ihn zum idealen Begleiter, den man sich auch notfalls mal „unter den Arm klemmen“ kann. Sein Haarkleid ist lang und dicht mit viel Unterwolle. Die Farben reichen von fast einfarbig schwarz, braun, weiß bis hin zu mehrfarbig. Der Shih Tzu hat Hängeohren mit langer Behaarung. Seine Rute liegt keck auf dem Rücken. Die Augen sind groß und machen, zusammen mit dem runden „Gesicht“, das „Kindchenschema“ komplett.

Der Charakter

Der Shih Tzu ist ein lebhafter kleiner Hund mit viel Temperament. Er ist kein Hund, den man mit sich „herumtragen“ sollte. Er braucht jeden Tag genügend Auslauf von mindestens eineinhalb bis zwei Stunden. Spielen sollte auch zum täglichen Ritual gehören, wobei manche Hunde lieber mit Artgenossen herumtollen als mit ihren Menschen. Der Shih Tzu lässt sich leicht erziehen und ist schnell stubenrein. Außerdem wird er seinem Namen gerecht und verteidigt löwenhaft seinen Menschen und dessen Besitz.

Die Pflege

Durch seine starke Behaarung und seine dichte Unterwolle ist die Pflege des Shih Tzu nicht ganz einfach. Man sollte, wenn man nicht gerade Hundepflegerin ist, täglich Bürste und Kamm benutzen und schon den Welpen daran gewöhnen. Das Haar des Shi Tzu verknotet bzw. verfilzt sehr leicht, und wenn man nicht aufpasst, hat man schnell einen ungepflegten Hund. Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich am besten von einer professionellen Hundepflegerin beraten. Für die Pflege des Shih Tzu braucht man ein wenig Zeit und Geduld. Wenn beides nicht so reichlich vorhanden sein sollte, ist es sicher ratsam, das Haar scheren zu lassen. Dies muss dann allerdings spätestens alle zwei Monate wiederholt werden, damit das kleine Wollknäuel immer gepflegt aussieht.

Schlusswort

Ob Sie sich nun für einen Shih Tzu Welpen entscheiden oder für einen erwachsenen Hund: Er wird sich schnell an Sie anschließen und Ihnen seine ganze Liebe geben. Wer einmal einen Shih Tzu hatte, der wird sich immer wieder für diese Rasse entscheiden.



Der alte Hund
4. Juni 2010, 22:35
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Wenn man einen jungen Hund oder auch Welpen zu sich nimmt, ist der Gedanke, dass dieser auch einmal alt wird, noch sehr weit. Und so sollte es ja auch sein, man freut sich einfach an den schlaksigen Bewegungen, an dem verspielten Kleinen und nimmt gelassen seine Unarten hin. Für den jungen Hund ist die ganze Welt ein Abenteuerspielplatz, auf dem es jeden Tag Neues zu entdecken gilt. Er nimmt die Welt mit allen Sinnen wahr: Augen, Ohren und Nase funktionieren. Doch wie sieht es aus, wenn die einstmals schönen braunen Augen plötzlich trübe werden, wenn das Gehör nachlässt und auch der Geruchssinn zu wünschen übrig lässt?

Fünfzehn Menschenjahre sind sehr schnell vorbei, und aus dem einstigen vitalen Hund ist einer geworden, der nur noch gemächlich seine kleine Runde dreht, der an einem Grashalm mit seiner Nase festgewachsen scheint und auf Rufen nicht mehr reagiert, weil er nicht mehr hören kann. Die trüben Augen können vielleicht nur noch sehr nahe etwas wahrnehmen. Jetzt ist er wirklich alt geworden. Aber auch in diesem Alter gibt es noch viel Schönes: die Streicheleinheiten zwischendurch, das gute altersgerechte Futter, kleine Spaziergänge in gemächlichem Tempo, die Vertrautheit zwischen Herrchen/Frauchen und Hund, die in vielen Jahren gewachsen ist. Sehen Sie auch schon mal eine alte Dame oder einen alten Herrn beim Spaziergang mit ihrem/seinem ebenfalls alten Hund – ein Bild, das sehr viel Liebe ausdrückt.

Die Krankheiten des alten Hundes

Natürlich gibt es Hunde, die bis ins hohe Alter gesund bleiben, was man jedem Hundebesitzer nur wünschen kann, aber es gibt eben auch die altersbedingten Wehwehchen und Krankheiten, die die meisten Hunde heimsuchen, und es sind meistens Krankheiten, die auch einen alten Menschen betreffen, wie Diabetes, Herzkrankheiten oder Arthrose. Zum Glück gibt es gegen fast alle diese Leiden auch Mittel, die – richtig und früh genug eingesetzt – das Leben und die Lebensfreude des alten Hundes verlängern können. Selbst Gebrechen wie Querschnittlähmung sind heute kein Grund mehr, einen sonst noch lebensbejahenden Hund einschläfern zu lassen.

Einschläfern – ja oder nein?

Es führt kein Weg daran vorbei: Hunde haben in Relation zum Menschen eine kurze Lebenserwartung, und irgendwann kommt einmal der Zeitpunkt, an dem es heißt, Abschied nehmen. Fragt man Tierhalter, so ist es ihnen am liebsten, wenn ihr Hund sanft einschläft, vielleicht am nächsten Morgen tot in seinem Körbchen liegt – die Entscheidung ist einem abgenommen. Doch in vielen Fällen läuft es eben anders: Man muss die letzte Entscheidung für seinen treuen Freund treffen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt? Gar keine Frage sollte es sein, wenn der Hund leidet, zum Beispiel wenn er Schmerzen hat oder nicht mehr fressen will, keine Lebensfreude mehr zeigt und nur noch teilnahmslos auf seinem Schlafplatz liegt. Wie sieht es aber aus, wenn er noch frisst, Streicheln genießt, seine Verdauung noch funktioniert, er aber ansonsten ein Pflegefall ist, zum Beispiel, weil er seine Ausscheidungen nicht mehr kontrollieren kann und die Wohnung mit Häufchen und/oder Pfützen übersät? Manche Tierhalter stehen nachts alle zwei Stunden auf oder werden erfinderisch und ziehen ihrem Hund Windeln an. Manchmal hilft aber auch das nicht und die Wohnung oder ein Zimmer wird zur Toilette. Dann wird das Zusammenleben mit dem einst so sauberen Hund zu einer Zerreißprobe. Nicht-Hundebesitzer würden wohl sehr schnell dazu raten, den Gang zum Tierarzt zu machen. Doch ist es so einfach? Nein! Jeder Hundebesitzer muss für sich abwägen, was er tun kann oder nicht. Nicht jeder Mensch ist zur Pflegeperson geboren, auch wenn er sein Tier noch so sehr liebt, andererseits wachsen manche Menschen über sich hinaus, wenn es um das geliebte Lebewesen geht. Was man auch entscheidet, man sollte es mit Liebe überdenken und sich selbst dabei nicht vergessen.



Der Samojede…

…ist ein mittelgroßer Hund, der auch gelegentlich als Samojedenspitz tituliert wird. Der Ursprung dieser Hunderasse liegt in Sibirien. Das Volk der Nenzen, die früher Samojeden hießen, züchtete den Vierbeiner, woraus sich auch der Name ableitet. 1894 brachte dann Ernest Kilburn-Scott, der bekannte englische Zoologe, die ersten Exemplare nach England und begann mit dem Züchten der Rasse. 1913 wurde sie offiziell anerkannt. Der Samojede war das erste Nutztier, das den Südpol erreichte, denn diese Hunde sind sehr ausdauernd und können – so die damalige Erfahrung – bis zu 100 Kilometer lang laufen, ohne gefüttert zu werden. Die Schweizerin Erna Bossi schreibt in ihrem Buch „Der Samojede“ über die einstige Nutzung der Tiere: „Sie hüteten ihre Rentierherden, verteidigten sie gegen angreifende Wölfe und Bären und waren ihre Jagdgefährten. Manchmal wurden sie auch vor die Schlitten gespannt. […] Mensch und Tier waren aufeinander angewiesen und lebten in engster Gemeinschaft miteinander […]. Nachts durften die Hunde auch mit ins Zelt und dienten als Bettwärmer. Sie galten als vollwertige Mitglieder der Familie“.

Der Rassestandard

Der FCI (Fédération Cynologique Internationale) beschreibt den Standard so: „Der Samojede vermittelt den Eindruck von Kraft, Ausdauer, Geschmeidigkeit, Würde und Selbstvertrauen, gepaart mit Charme“. Eine Charakteristik des Samojeden ist sein „Lächeln“. Durch die Kombination der Augenstellung und der Augenform sowie nach oben gerichteten Lefzenwinkeln entsteht dieser Ausdruck. Der Samojede sollte „freundlich, aufgeschlossen, munter und lebhaft mit sehr gering ausgeprägtem Jagdinstinkt und sehr gesellig sein“. „Keinesfalls scheu oder aggressiv“ sollen sie sein, deshalb ist die Verwendung eines Samojeden als Wachhund wohl eher fragwürdig.

Die Widerristhöhe eines Samojeden-Rüden beträgt 57 cm und bei –Hündinnen 53 cm. Allerdings darf eine Abweichung von 3 cm nach unten oder oben sein. Der Rüde sollte zwischen 20 und 25 Kilogramm, die Hündin etwa 16 bis 20 Kilogramm wiegen. Der Körper ist im Idealfall etwas länger als hoch, und die Rute sollte hoch angesetzt sein. Sie sollte freudig über den Rücken getragen werden. Besonders schön ist das Haarkleid des Samojeden. Laut FCI soll es „üppig, dick, elastisch und dicht sein“. Dem Standard entsprechen heute rein weiße, weiß und beige oder cremefarbene Tiere. Früher gab es sie auch in braun oder schwarz, was aber laut dem jetzigen Zuchtstandard nicht mehr erlaubt ist. Zwei unterschiedliche Augenfarben, wie etwa beim Husky, sind ebenfalls nicht erlaubt.

Während die Samojeden früher als Wachhunde, Schlittenhunde und Hütehunde, eben als Arbeitstiere verwendet wurden, sind sie heute vor allem Familienhunde. Die Verwendung als Schlittenhund wird nur noch selten praktiziert, denn sie sind zwar ausdauernd, aber nicht so schnell wie die Huskys oder so kräftig wie die Malamutes. Aber bei Agility können sie punkten!

Die Krankheiten des Samojeden

Hier sind vor allen Dingen Diabetes mellitus, Retinaatrophie, erbliche Nierenentzündung, Zwergwuchs und Pulmonalstenose zu nennen. Ein verantwortungsvoller Käufer sollte daher seinen Samojeden bei einer nachweislich guten Zuchtstätte erwerben, denn dort wird mit keinem Hund gezüchtet, der diese Krankheiten in der Erbmasse hat. Natürlich kann man nie wissen, was im Laufe des Hundelebens passiert, doch haben Sie alles dafür getan, was man tun kann, damit Ihr Hund nicht an diesen Krankheiten erkrankt.

Der lächelnde Weiße

Wenn Sie sich für diese Hunderasse entscheiden, haben Sie einen treuen Freund an Ihrer Seite, der Sie jeden Tag mit seinem „Lächeln“ erfreut, der Sie durch „dick und dünn“ begleitet und abends Ihre Füße wärmt. Aber: Sie haben keinen Allerweltshund, der Samojede ist ein Individualist, der gerne auch mal selbständig die Welt erkundet. Natürlich lassen sich auch Samojeden erziehen, doch braucht man eine geschickte Hand und viel Geduld dafür. Auch muss man ihn schon von frühester Jugend an in seine Grenzen weisen, was das Bellen angeht. Denn er „spricht“ sehr gerne und versucht damit, etwas durchzusetzen. Wollen Sie keinen Kläffer, dann müssen sie konsequent vorgehen. Der Samojede ist in der Regel ein Hund, der psychisch und physisch gefordert werden will. Geben Sie ihm deshalb, was er braucht, indem Sie Agility oder etwas Ähnliches mit ihm machen, dann haben Sie einen ausgeglichenen Hund. Ansonsten kann es sein, dass er ihre Wohnung nach seinen Wünschen „umgestaltet“.

Hier sehen Sie meine Samojedenhündin Iria und meinen Chow-Chow Chino. Die Verwandtschaft ist nicht zu leugnen.



Der Yorkshire-Terrier – kein Schoßhund!
1. Mai 2010, 23:42
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Ein kleiner Hund mit großem Charakter und Schneid, so könnte man den Yorkie beschreiben. Er ist kein Hund, den man mit sich rumtragen sollte, er kann kilometerweit laufen und wird kaum müde. Sein langes Haarkleid bedarf ständiger Pflege, will man einen stets gut aussehenden und ordentlichen Hund haben. Dafür dankt er es aber auch mit einem entzückenden Aussehen, das jedoch nicht täuschen sollte. Denn er ist ein kleiner Kämpfer mit viel Mut – ein Erbe seiner Vorfahren.

Wie entstand die Rasse Yorkshire-Terrier?

Ende des 19. Jahrhunderts kreuzten englische Züchter wahrscheinlich Skye-Terrier, Malteser und andere Rassen miteinander und erhielten einen Hund, der zur damaligen Zeit ca. 45 cm groß war. Erst im 20. Jahrhundert wurden dann aus diesen mittelgroßen Hunden die kleinen Yorkies. Sein Ursprung ist die Grafschaft Yorkshire, daher auch sein Name. Dort wurden die Vierbeiner vor allen Dingen zur Ratten- und Mäusejagd und auch zur Jagd auf Kaninchen eingesetzt, letzteres war damals illegal.

Wie sieht er heute aus?

Wenn auch der heutige Standard eine Größe von bis zu 25 cm und ca. 3 kg Gewicht vorsieht, gibt es doch noch immer „Ausreißer“, die 35 cm Höhe und mehr bei einem Gewicht bis 10 kg aufweisen. Das lange, seidige Haar sollte nicht gekräuselt oder lockig sein, sondern schön gerade bis zum Boden reichen. Die Farbe „steelblue and tan“ (stahlblau und hellbraun, dreifarbig schattiert) sollte nicht durchmischt von andersfarbigen Haaren sein. Die kleinen V-förmigen Ohren müssen aufrecht getragen sein und nicht weit auseinander stehen. Gerader Rücken und gerade Läufe sind ebenfalls ein Muss.

Das Wesen

Beim Wesen zeigt sich immer noch sein Ursprung. Ein Yorkie ist ein selbstbewusster kleiner Hund. Äußerst intelligent, lebhaft und auch wachsam. Will man einen Yorkshire Terrier richtig erziehen, braucht man Konsequenz, Geduld und natürlich viel Liebe. Unterschätzen Sie ihn nicht! Auch wenn man als Welpen nur eine Handvoll Hund in Händen hält, steckt in ihm ein ganz Großer, der von vornherein geduldige Erziehung braucht. Er wird es Ihnen mit Liebe und Aufmerksamkeit danken und Sie vor größeren Hunden und auch fremden Menschen beschützen. Zumindest wird er es versuchen!

Die Pflege

Yorkies haben ein wunderschönes Haarkleid, wenn man es richtig pflegt. Tägliches Bürsten mit einer weichen Haarbürste ist da schon angebracht, denn die Haare verfilzen bei falscher Pflege sehr leicht. Wenn man es richtig macht, haben Sie einen nicht haarenden Hund, der eventuell auch bei Allergikern gehalten werden kann. Baden kann man ihn auch, wenn es nötig ist, verwenden Sie am besten ein gutes Kindershampoo dafür.

NoGos

Ein Yorkshire-Terrier ist kein Schoßhund! Er will jeden Tag mehrmals spazieren gehen, am Familienleben teilnehmen, seine Familie beschützen und auf das Zuhause aufpassen. Keinesfalls sollte man ihn verhätscheln und unterschätzen. Unterbinden Sie nicht den Kontakt zu anderen Hunden. Auch wenn Sie Angst wegen seiner Größe haben, er wird sich – sofern gut sozialisiert – mit anderen Hunden gut verstehen und auch durchsetzen, denn er ist ein kleiner Kämpfer im positiven Sinne.

Ein Tipp zum Schluss

Weil auch Yorkies Erziehung brauchen, ist der Besuch einer Welpenschule bzw. Hundeschule empfehlenswert. Dort lernt er spielerisch mit anderen Hunden umzugehen und auch die Grundkommandos, die jeder Hund beherrschen sollte. Suchen Sie sich dafür einen guten Hundetrainer bzw. Hundetrainerin, die Ihnen zeigen können, wie das geht. Dann haben Sie für 15 Jahre und auch länger einen wertvollen und treuen Freund an Ihrer Seite.



Der Chow-Chow – eine Hommage an einen liebenswerten, aber recht sturen Charakter
28. April 2010, 12:24
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Wer sich einen Chow-Chow ins Haus holt, sollte zumindest zwei Dinge wissen: Er ist kein Allerweltshund, sondern ein eigenständiger, selbstbewusster Zeitgenosse, der manchmal auch recht stur sein kann. Aber: Ein Chowie ist vor allen Dingen ein sehr liebenswerter, seinem Frauchen oder Herrchen treu ergebener Vierbeiner mit einem großen Herzen. Fremden gegenüber ist er eher zurückhaltend bis misstrauisch. Spielen ist, zumindest wenn er erwachsen ist, unter seiner Würde. Wasser gehört auch nicht gerade zu seinen Lieblingselementen, auch wenn da andere Hundebesitzer konträre Erfahrungen gemacht haben werden.

Was sind seine Wurzeln?

Schon im 11. Jahrhundert vor Christus wurde ein Hund in den Chroniken erwähnt, der Charakteristika des heutigen Chow-Chows aufwies: die typische blaue Zunge, einen massigen Körperbau und die geraden Hinterläufe. Das Kaiserreich China führte diese Hunde wahrscheinlich aus Sibirien und der Mongolei ein. Der Name, den ihm die Chinesen gaben, heißt übersetzt: aufgeplusterter Löwenhund. Eine sehr treffende Beschreibung! Während er heute vorwiegend als Liebhaberhund gehalten wird, war er früher Jagd-, Hüte- und Schlittenhund – ein Gebrauchshund eben. Aber auch am Kaiserhof war er beliebt und musste dort nur „repräsentieren“.

Im späten 19. Jahrhundert brachten ihn die Briten dann in ihr Heimatland, wo 1887 dann auch erste Zuchtversuche starteten. Auch Königin Victoria hatte ihr Herz für ihn entdeckt. Die Bezeichnung Chow-Chow soll lecker-lecker heißen, was aber nicht vollkommen belegt ist.

Wie sieht er aus?

Urtümlich, mit blauer Zunge, blauen Lefzen und blauem Gaumen. Nur Chow-Chows und einige wenige andere Rassen haben diese Färbung. Die Größe beträgt ca. 55 cm bei einem Gewicht bis zu 35 kg. Es gibt lang- und kurzhaarige Züchtungen. Seine Fellfarbe variiert von creme oder weiß über rot, blau, rehfarben, zimt bis hin zu ganz schwarz. Sein Markenzeichen neben der blauen Zunge ist seine über den Rücken getragene Rute. Er hat Stehohren, die klein und dick sind. Insgesamt sollte der Eindruck eines stämmigen löwenartigen Hundes entstehen. Sein Wesen ist ruhig, zurückhaltend und auch selbstbewusst, dennoch ist er ein guter Wächter. Treu, aber nicht sklavisch ergeben, gegenüber seinen Bezugspersonen, ist er bei Fremden distanziert. Seine Reinlichkeit ist legendär.

Die Fellpflege

Aufgrund seiner üppigen Haarbekleidung muss der Chow sorgfältig gebürstet und gekämmt werden. Wer sich damit auskennt, kann die Pflege auf einmal die Woche beschränken. Wer nicht, der sollte schon jeden Tag Kamm und Bürste herausholen. Vor allen Dingen beim Fellwechsel muss darauf geachtet werden, denn nur so haben Sie einen stets gepflegten und sauberen Hund. Baden sollte man ihn nicht, es sei denn, es ist aus irgendwelchen Gründen unbedingt nötig.

Kein Hund für jedermann

Ein Chow-Chow lässt sich nur bedingt abrichten, er ist eben ein kleiner Sturkopf. Für Menschen, die sehr ungeduldig, nicht konsequent oder sogar herrisch sind, ist er nicht geeignet. Auch braucht er unbedingt Familienanschluss – er ist kein Zwingerhund!

Horst Stern, der bekannte Journalist hat einmal etwas sehr Schönes und Treffendes über ihn gesagt: „Einem Mann, der in Harmonie mit einem Chow-Chow lebt, kann man vertrauen und ihn mit Gewinn um jeden Rat angehen. Er schweigt eher, als dass er aus Gefälligkeit lügt“. Und: „Der Chow ist ein Hund, der ein Herr ist, auf der Suche nach seinem Herrn, der kein Hund ist.“

Resümee

Wer einen Hund sucht, der treu ergeben ist, sich nicht bei anderen Menschen anbiedert, der eher in die „Hose“ macht, als sein Heim zu beschmutzen, der stark und mutig seine Menschen beschützt, der eigenständig, bislang auch eigenwillig ist und sich Ihnen nur mit Liebe, niemals mit Zwang, unterordnet, der ein wunderschönes, extravagantes Aussehen hat, dann haben Sie ihn gefunden. Aber entscheiden Sie sich sorgsam. Wenn ein Chow-Chow sein vertrautes Zuhause verliert, dann leidet er evtl. noch mehr als andere Hunde.



Die Hundesteuer – ein ewiges Streitthema und Relikt aus vergangener Zeit
25. April 2010, 19:27
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Städte und Gemeinden erheben die Hundesteuer aus ordnungspolitischen Gründen, obwohl das Gesetz es in einigen Bundesländern zulassen würde, dies nicht zu tun. Es wird dennoch getan, weil

a) die Hundehaltung nicht überhand nehmen soll, somit
b) die Verunreinigungen durch Hunde nicht ausufern sollen und
c) die Gefahren, die durch Hunde entstehen können, minimiert werden sollen.

Im Gegensatz zu anderen Arten von Tieren, sollen die vorgenannten Gründe die Erhebung dieser Steuer rechtfertigen. Stimmt das? Oder steckt etwas Anderes dahinter? Fakt ist: Die Landes- und Kommunalabgabegesetze berechtigen zum Erlass der Steuersätze. Das Geld hieraus geht allerdings über in den normalen Gemeindehaushalt. Eine Nutzung, die zweckgebunden ist, ist sogar steuerrechtlich verboten. Nur noch in Deutschland und weiteren vier Ländern Europas gibt es die Hundesteuer überhaupt noch. Selbst Großbritannien verzichtet schon seit 1990 darauf.

Wie entstand eigentlich die Hundesteuer?

Schon im 15. Jahrhundert mussten Bauern an ihre Lehnsherren einen sogenannten „Hundekorn“ leisten. 1810 führte Preußen dann die Hundesteuer als „Luxussteuer“ ein. Wer sich einen Hund zulegen konnte, der kein Nutztier war, musste auch genügend Geld haben, um dafür zu bezahlen – so die damalige Sichtweise. Dies scheint heute noch so zu sein! Denn: Obwohl die Hundesteuer von Gemeinde zu Gemeinde stark abweicht, verlangen die meisten Kommunen höhere Hundesteuern für den zweiten und noch höhere für den dritten Hund usw. Sie ist eine gute Einnahmemöglichkeit für den Ausgleich der kommunalen Haushalte. Noch mehr schlagen die Gemeinden zu, wenn es sich um sogenannte „Kampfhunde“ oder „Listenhunde“ handelt. Das 10fache des normal üblichen Satzes ist keine Seltenheit. Das Bundesverwaltungsgericht macht’s möglich, denn der Grundsatz der Legalität wurde von diesem im Jahr 2000 festgelegt. So nahmen dann die Kommunen in Nordrhein-Westfalen allein im Jahre 2008 ca. 75 Millionen Euro ein.

Was passiert denn nun mit den Einnahmen aus der Hundesteuer?

Wie schon oben erwähnt, ist die „zweckgebundene Nutzung steuerrechtlich verboten“. Das heißt wiederum: Ausläufe für Hunde, Abfalleimer für Kot, Spielwiesen etc. gleich Fehlanzeige! Es liegt alleine am Wohlwollen der Städte und Gemeinden, wenn sie Hunden bzw. Hundehaltern dies zur Verfügung stellen. Wohin also mit dem Hund, wenn man zum Beispiel in der Stadt lebt, 70 Jahre alt ist und kein Auto hat? Noch einen draufgesetzt: Die alte Dame oder der Herr hat das Papiertaschentuch oder den Beutel oder beides vergessen, und der Hund setzt sich hin und macht einen Haufen. Natürlich kommt in diesem Moment das Ordnungsamt, und es können – je nachdem, wo Sie sich befinden –, ein paar hundert Euro für dieses Malheur erhoben werden. Natürlich sollte jeder verantwortungsbewusste Hundehalter dafür sorgen, dass die Straßen nicht verunreinigt werden, dennoch: Kot-Abfallbehälter, vielleicht sogar mit Beuteln, hätten für die alte Dame oder den Herrn verhindern können, dass das vielleicht sowieso schon schmale Budget nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wird.

Warum werden eigentlich für Katzen oder Pferde keine Steuern erhoben?

Sind Katzen oder Pferde kein Luxus? Machen Katzen oder Pferde keinen Dreck? Wenn sich die Verunreinigungen durch Katzen auch in Grenzen halten, so lassen Pferde doch zum Teil erhebliche Mengen Äpfel fallen. Wer auf dem Land lebt, wo es viele Pferde und Reiter gibt, die mit ihren Tieren munter über die Straßen traben, kann davon ein Lied singen. Natürlich soll hier nicht die Rede davon sein, dass, weil Steuern auf Hunde erhoben werden, nun auch noch die Katzen oder Pferde dran sein sollen, doch fragt man sich, wieso zum Beispiel Pferdehalter nicht auch dazu herangezogen werden, das Steuersäckel zu füllen. Gibt es da etwa keine Gleichbehandlung?

Zum Schluss

Die Hundesteuer wird dazu genutzt, die leeren Kassen der Gemeinde und Städte zu füllen. Per Gesetz dürfen sie es! Das Gesetz besteht schon lange. Wie wäre es, wenn man es ändern würde? Gesetze sind nicht für Jahrhunderte festgeschrieben. Eine Protestbewegung könnte etwas ins Laufen bringen. Warum protestieren wir also nicht? Weil es schon immer so war? Nein, man sollte etwas dagegen tun.