Monika Sadeghi's Blog


Totgesagte leben länger
21. August 2022, 16:38
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Ich bin wieder da, juchhu!

Nach schwerer Krankheit, die sich über ein halbes Jahr hingezogen hat, arbeite ich nun wieder. Allerdings mit der Einschränkung, dass ich keine großen Hunde mehr pflege. Ich bin ja auch schon 65 Jahre und die Krankheit hat mich sehr geschwächt.

Also, lasst alle kleinen Hunde zu mir kommen, ich freue mich.



Die Infektionskrankheit Leishmaniose bei Hunden
17. April 2010, 21:18
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Leishmaniose wird weltweit durch Sand- oder Schmetterlingsmücken übertragen und ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Hund. Besonders im Mittelmeerraum, aber auch in den Tropen, in Asien und Afrika sowie in einigen anderen Ländern ist sie weit verbreitet. Die Parasiten befallen nicht nur Hunde, sondern auch andere Tiere – sowie auch den Menschen. Die Erkrankung ist – sofern sie nicht behandelt wird – tödlich.

Es gibt drei Arten von Leishmaniose:

1. Die Kutane (Hautleishmaniose)

Sie äußert sich vor allen Dingen durch Geschwüre auf der Haut, die nicht schmerzhaft sind. Allerdings gibt es kahle Stellen, vor allen Dingen an den Ohren, am Schwanz, an den Extremitäten und an der Schnauze. Es ist die leichteste Form von Leishmaniose.

2. Die Mukokutane Leishmaniose

Hier werden vor allen Dingen die Schleimhäute angegriffen. Sie betrifft die inneren Atemwege und breitet sich dort aus. Geschwüre oder auch Verstümmelungen sind die Folge.

3. Die Viszerale Innere Leishmaniose

Bei der Viszeralen oder auch Inneren Leishmaniose werden die Organe befallen, vor allen Dingen Milz und Leber, aber auch Lymphknoten und Knochenmark.

Die Symptome

Ein an Leishmaniose erkrankter Hund zeigt folgende Krankheitszeichen: Kahle Stellen um die Augen (ein sogenanntes Brillengesicht), an den Extremitäten, am Schwanz und an der Schnauze. Die Ohrränder sehen wie angefressen aus. Die Nase ist eingerissen, und es kommt zu Nasenbluten. Milz und Lymphknoten können anschwellen. Im weiteren Krankheitsverlauf kann es zu Abmagerung, Durchfall und Muskelschmerzen kommen.

Anmerkung: Wenn Ihr Hund aus dem Mittelmeerraum stammt oder Sie dort in Urlaub waren und er solche Symptome zeigt, dann ist es höchste Zeit für einen Bluttest.

Die Behandlung der Leishmaniose

In der Regel wird Ihr Tierarzt Ihrem Hund Allopurinol verordnen, ein Medikament, das eigentlich in der Humanmedizin verabreicht wird, und zwar zur Behandlung von Gicht. Es gelingt dadurch, die Symptome der Krankheit zurückzudrängen – meistens mit gutem Erfolg. Da Leishmaniose nicht heilbar ist, ist in manchen Fällen eine lebenslange Gabe notwendig, um ein wiederholtes Auftreten der Krankheitssymptome zu verhindern. In schweren und fortgeschrittenen Fällen wird das Antimon-Präparat Glucantime verabreicht. Wegen seiner Nebenwirkungen darf es nicht unbedenklich verordnet werden, doch ist sein Nutzen höher, als (eventuell) auftretende Nebenerkrankungen.

Nachwort

Wer einen Hund aus dem Ausland aufnimmt, tut ein gutes Werk! Die Diskussionen darüber, dass genügend Hunde in deutschen Tierheimen sitzen, sind müßig. Ein Hund, der zum Beispiel in einer spanischen Tötungsstation sitzt, hat nur innerhalb von ein paar Wochen eine Überlebenschance. Wenn Sie sich dann noch für einen Leishmaniose-erkrankten Hund entscheiden, tun Sie etwas doppelt Gutes, denn diese Hunde haben keinerlei Chancen, in ihren Heimatländern vermittelt zu werden.